Sehr wenige Tropenhäuser gibt es in Norditalien. Eines ist Bestandteil des Wissenschaftsmuseums MUSE in Trient.
DAS musste ich sehen.Aber ganz so einfach ist es nicht.Eintrittskarten gibt es nur online. Um die Besucherströme zu steuern muss man den Zeitrahmen wissen und diesen buchen. Dann darf man 2 Stunden im Museum bleiben. Wer zu spät kommt, kürzer.Wir waren pünktlich. Aber in der Hektik habe ich völlig vergessen den Bau von außen zu fotografieren. Der italienische Star-Architekt Renzo Piano hat ihn entworfen.

7 Stockwerke und ein geräumiges Atrium hat das Museum, sehr überschaubar (aber auch sehr laut). Es sind viele Kinder da und der Schall wird kaum gedämpft.

Aber zuerst ins Tropenhaus:



Das feuchtheiße Tropenhaus zeigt einen Bergregenwald der Udzungwa-Berge in Tansania, samt Fischen, Amphibien und Vögeln. Der einzige Weg mäandert S-förmig durch das kleine Haus und führt im Obergeschoß seitlich wieder zurück (quasi in der Form wie eine Brezel).


Die Stahlgeländer wirken etwas „technisch“ künstlich im Raum. Man ist zwar von Grün und perfekten Felsimitaten umgeben, aber wie ein externer Beobachter, wie in einem Zoo mit Gitterstäben, wo man aus sicherer Entfernung die Szenerie betrachten kann.


Die Beschriftung der Schautafeln ist in italienisch, englisch und deutsch.


(Blick zurück zum Eingang)
Der hintere Teil versöhnt mich ein bisschen, der Dschungel wird dichter, auch wenn das Erlebnis irgendwie zu glatt ist. Schleust man so viele Besucher in optimierter Zeit durch?


(kein offizieller Besucherweg)





Es ist kein Showgewächshaus (wie Wisley) wo immer aus den Reserveglashäusern die aktuell blühenden Pflanzen entlang des Weges drapiert werden. Es blüht gerade wenig, aber genug.









Tipp: Bevor man durch die Klimaschleuse das (600m²) kleine Tropenhaus verlässt einfach kehrt wenden, zum Eingang zurückgehen und neue Pflanzen aus dem nun neuen Blickwinkel entdecken! Heute ist der BesucherInnen-Andrang nicht so groß, heute geht das.






(das nette Tierchen ist aus Metall)

Es blieb noch Zeit für das Wissenschaftsmuseum. Das Weiße in der Mitte ist echtes kaltes Eis.


Welche Weinsorte gedeiht besser in welchem Boden?

Die Weinverkostung lassen wir aus. Wir wollen weiter in den Süden. Heute noch den Parco Sigurtá zur Tulpenblüte erleben.
An besuchenswerten Tropenhäusern in Norditalien gibt es sonst nur noch die Gewächshäuser eines Orchideenzüchters in Gargazon zwischen Meran und Bozen, ein Schmetterlingshaus in Bordano, nahe Gemona im Kanaltal sowie ein Schmetterlingshaus im Zoo(Zoom) Turin und ein kleines überschaubares Kakteenhaus im Orto Botanico Brera in Mailand.
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