Erinnerung an Botanicactus (Mallorca, 2015)

2015 besuchten wir zum zweiten Mal Botanicactus auf Mallorca. Die Baleareninsel ist ja, was Schaugärten betrifft, überschaubar.

Der Botanische Garten Sóller /Jardín botánico de Sóller zeigt die heimische Flora, ziemlich gestaltungsarm in Beeten, der Jardí botànic de Lluc neben dem Kloster ist noch weniger interessant. Bei Bunyola die netten arabischen Jardines de Alfàbia sind schnell durchwandert, nur das Landgut Raixa daneben benötigt mehr Zeit, war aber wegen „endloser“ Restaurierung lange Zeit geschlossen. Die Kartause von Valdemossa beherbergt nur ein (gut nach Buchs duftendes) Buchsheckenparterre und die feuchten Räume in denen Chopin mit Sand und Klavier spielte und dort im tristen Winter das Regentropfen-Prelude ersann (in der Oberstadt oder Unterstadt von Valdemossa faszinierten mich die Topfpflanzen auf den Gassen mehr) und in den Jardines del Rey in Palma findet man gerade ein Wasserbecken und einen nicht befahrbaren See. Im kleinen Garten des Schlösschens von Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich-Toskana (Son Maroig) an der Nordküste kann man gut der Hitze entfliehen – und das war’s auch schon. Manch schöne Aussichten,Wanderwege, Bergklöster, Museen und das kopfstehende Haus von Magaluf bieten da mehr Zeitvertreib.

Der Park Botanicactus nahe dem Ort Ses Salines zwischen Ses Salines und Colònia de Sant Jordi rühmt sich, der flächenmäßig größte Botanische Garten Europas zu sein (die Flächenangaben, die man findet, sind sowohl 50.000m² als auch 150.000m²). Weil der Südosten Mallorcas eine sehr trockene Gegend ist gedeihen hier Kakteen, Palmen und Aloe sehr gut.

Die trockene Gegend blieb aber auch nicht vor einem Hochwasser verschont (was die Kakteenkultur gefährdete), also errichtete man nachträglich einen See (der Hochwässer und Gießwässer speichert) und aus dem ausgebaggerten Material Hügel (die auch als Windschutz dienen). Der See gilt als der größte befahrbare See Mallorcas (vielleicht weil man den Cúber-Stausee, der Trinkwasser liefert, nicht befahren darf?!?)

Der Garten blieb uns in so guter Erinnerung, dass wir ihn eben ein zweites Mal besuchten. Unser Quartier nehmen wir traditionell im Badeort Port de Sóller, obwohl wir bisher nur in den österreichischen Semesterferien im Februar auf Mallorca waren, bei zu geringen Badetemperaturen. Per Leihwagen durchstreif(t)en wir da die Insel und gelangten so auch zu Botanicactus.

Kakteen und andere Sukkulenten so weit das Auge reicht. Angeblich mehr als Zwölftausend.

Ein Bild vom Baggersee.Beim ersten Besuch fotografierte ich noch analog und muss die Bilder erst noch suchen und digitalisieren lassen. Ein kühlender „See“, mit Palmen darauf. Wir wanderten nicht rundherum.

Die Anlage ist schön angelegt, man bemühte sich und sie wird laufend mit noch mehr bepflanzt.

Website von Botanicactus (deutsch)

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