Kategorie: Botanische Gärten

  • Der Botanische Garten Sezana,­ ein Kleinod in Slowenien

    Der vergessene Gartenpark wird im Slowenischen „Botanični vrt Sežana“ genannt und ist einer der wenigen Botanischen Gärten Sloweniens.

    Slowenien hat nicht so viele Botanische Gärten, gerade mal vier sowie drei Tropenhäuser (also mindestens sieben Highlights für mich, drei davon habe ich schon besucht,Berichte folgen). Heute dazu der Bericht zum „Botanični vrt Sežana“, den wir Ende Mai 2026 entdeckt haben.„Entdeckt“ deshalb, weil er ein verborgenes Schätzchen ist, ein Kleinod in den Bergen oberhalb von Triest.

    Der Garten wurde ab 1848 von der griechischen Händlerfamilie Scaramanga aus Triest angelegt, um der feuchten Sommerhitze Triests zu entfliehen. Darum ist der Garten auch als „Villa Scaramanga“bekannt. Die Eigentümer nannten ihren Sommerwohnsitz „Villa Mirasasso“ (spanisch „auf Felsen blickend“). Angeblich in Anlehnung an das Triester Schloss Miramare (= „aufs Meer blickend“).

    Man zieht eine Eintrittskarte wie bei einem Automaten einer Straßenbahn, scannt den Beleg beim Drehkreuz ein und fertig. Warum der Botanische Garten Linz dafür extra ein neues teures Eingangsbauwerk bauen muss erscheint da mirakulös (vielleicht wegen Gepäckschließfächern für die vielen SchülerInnen, wer weiß).

    Über ein nettes Buchsparterre geht es hinein. Hier gibt es noch den feinen Duft der Buchsaustriebe, aber die gefräßigen Raupen des Buchsbaumzünslers haben auch im Garten drinnen (sehr vereinzelt) schon zugeschlagen.

    Der Garten ist tiptop gepflegt, Formbäume und Hecken sind exakt und wunderschön geschnitten.

    Überhaupt strahlt der Garten Ruhe aus und es gibt genug Schatten und Sitzbänke.

    Das Gewächshaus wurde im Stil des Palmenhauses Wien errichtet.Es wirkt größer als es ist (ich schätze 8x20m).Der Baustil ist alt, der Stahl korrodiert aber trotz der Seeluft gut erhalten, die Heizkosten wären in Österreich schwindelerregend, trotzdem hätte ich auch gerne so eines.

    (als Brunfelsia paciflora beschildert)

    Das Gewächshaus zeigt sich eher als reines Überwinterungsglashaus, um dem wenigen Frost zu trotzen. Dafür braucht es hier sicher keine Beheizung.

    Es wird auch die Geschichte des Gartens dargestellt:

    Im Geist der ehemaligen kommunistischen Verwaltung werden lobenswerter Weise auch die Gärtner vorgestellt:

    Die Pflanzenmenge neuerer Exemplare in diesem „Botanischen Garten“ ist nicht so überwältigend, vielleicht weil er eben ein historischer Garten ist.

    Gerade ist Rosenblüte:

    Beschränkung auf wenige Sorten, aber wirkungsvoll in Szene gesetzt:

    Der einstige Obst- und Gemüsegarten musste der Eisenbahn weichen…

    Aber dafür erhielt der Park auch einen modernen Teil:

    ,.,.den man nur über eine schmale „Brücke über die Eisenbahn“ erreichen kann.

    Das Objekt sollte wohl den Verkehrslärm der nahen Hauptstraße abhalten. Die Optik besticht, der Wille auch, das Ergebnis leider nicht.

    Also zurück in den stillereren Teil des Parks:

    In der Wikipedia gibt es einen Artikel dazu:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_Sežana