Auf der Heimreise von Kroatien machten wir einen Zwischenstopp in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens.
In der Stadt gibt es einen Botanischen Garten, den ich mir anschaute.

Der Eintritt ist frei und die zahlreichen Sitzbänke werden intensiv genutzt, um im Schatten älterer botanischer Raritäten Ruhe zu finden.
Ansprechend gestaltet ist der „Steingarten“.


Für den Besuch des Tropenhauses werden aber 4 Euro verlangt.


Auffällig ist das Wegesystem. Die schnurgeraden exakten betonierten Wege unten und der stählerne Weg daruber wirken etwas „technisch und kühl“.


Ein Ausflug auf „Urwaldboden“ ist nicht erlaubt.


Der spezielle Bambus mit breiten Halmen faszinierte mich.

Über eine ziemlich rechtwinkelige Treppe gelangt man auf einen Steg, um quasi im Kronendach der Bäume zu gehen.


Und am Ende des Stegs genauso wieder herunter.

Dafür gibt es oben an jedem Ende einen Chatplatz.

…und man kann das Pflanzengewirr ganz gut erkennen.



Die interessantesten Pflanzen werden gut beschrieben.





Die Wasserbecken sind leider im Hintergrund…

…und die Wasserläufe ohne Gefälle und mit lieblosem Rand. Es plätschert nichts, es tropft nichts

und stellenweise könnte dichter gepflanzt sein (muss ich in 10 Jahren wiederkommen)

Es ist kein Showgewächshaus (wie Wisley oder Stuttgart), sondern eine (etwas biedere) botanische Sammlung.
Prächtige Heliconien boten aber was fürs Auge


Man darf auch das „alte Tropenhaus“, also das Vorgängermodell, besichtigen, das war noch viel mehr akademisch.




Das Freigelände ist noch durch strenge rechteckige Beete gegliedert.



Aber ein paar Gestaltungsideen beleben das Ganze.

Interessant ist dieser „Efeubaum“…

… dessen Äste von den Gärtnern so gezogen wurden, dass sie den tragenden „Wirtsbaum“ nicht erwürgen.

Doch Efeu erwürgt keinen Baum. Efeu umschlingt so einen Baum rundum und die überlappenden Efeuäste wachsen zusammen und bilden ein hartes starres Korsett (das im Alter mit einer Baumschere sehr schlecht schneidbar ist). Weil aber der Wirtsbaum mit den Jahren selbst an Umfang zunimmt, erwürgt der Wirtsbaum eigentlich sich selber im starren Efeukorsett (und efeuumschlungene Bäume sterben so schneller ab).
Mit Resten so eines Efeukorsetts wurde diese interessante Stütze (für übermannshohe Tabakpflanzen) fabriziert:

Ein neumodisches „Insektenhotel“ wurde gerade aufgebaut (besser wäre ein gewöhnlicher Totholzhaufen in jedem Garten, aber der schaut ja schlampiger aus):


Die Wegeführung kann sich sehen lassen


Ein bisschen Gestaltung findet man schon



Im Areal steht ein nettes „Teahouse“ mit interessanter Tee Auswahl


Und aktuell lief eine Ausstellung zu Alexander von Humboldt mit Infotafeln (deutsch und französisch!)




und vielen Anderen…

