Einmal im Jahr wird der „Glanglmoarkt in Wös“ abgehalten. Am Samstag nach MariaLichtmess. Früher verkauften Dienstboten hier ihre Kleintiere.
Als noch die Landwirtschaft im Zentrum der Welser Messe stand, fand man den Glanglmarkt in den Rinderstallungshallen rund um die kreisförmige Versteigerungshalle. Die Hallen mussten einem Großparkplatz weichen und mit dem Fortschritt zog der Markt in eine modernere Halle ein. 5 Gänge, links und rechts mit Verkaufskäfigen jede Reihe mit Käfig an Käfig mit Kleintieren. Mit Hasen (haben lange Ohren)
… und Kaninchen (haben kurze Ohren),
Tauben, Hühner, Meerschweinchen, wegen der Vogelgrippe heuer ohne Wasservögel (Enten, Gänse).
Weil ich mittlerweile von einigen Personen weiß, dass sie ein Kräutergärtlein oder BlumenGemüseErdbeerBeet auf der Terrasse oder am Balkon haben möchten, aber wegen Reisen oder Arbeit woanders häufig abwesend sind und keine Möglichkeit zum Gießen haben (und diese Arbeit nicht Anderen aufbürden wollen oder können), zeige ich ihnen (und Ihnen) mein Hochbeet mit selbstständiger Wasserversorgung. Ein Hochbeet mit Wasserreservoir.
Da wächst alles super, auch wenn nicht gegossen wird und trotzdem ein (vom Wind zerfleddertes) Tomatenschutzdach viel Regen abhält.
Wenn man so oft und lange auf Reisen ist wie ich kommt man nicht zum Gießen aber auch leider nicht rechtzeitig zum Unkrautjäten, Pflanzenaufbinden oder Schutzdach reparieren. Wie man sieht, alles wächst trotzdem kräftig und üppig.
Sofern als Bildunterschrift nicht anderes vermerkt ist, habe ich die Bilder von diesem Blogbeitrag im Botanischen Garten Linz aufgenommen. Die Orchideensammlung, die übers Jahr so nach und nach in Blüte kommt, ist eine wahre Pracht.
…oder die Schmetterlinge…
Als Winterattraktion sind (bis 22. Februar 2026) auch tropische Schmetterlinge zu bewundern.
Die Stadt Linz will die veralteten Gewächshäuser im Botanischen Garten durch Neue ersetzen. So stellt sich die stadteigene „Immobilien Linz GmbH“ die neuen Gewächshäuser vor:
Ja mei. Wie Tomatenhäuser im sogenannten „Venlo-Stil“ aus den Niederlanden. Einfach -praktisch – hässlich . Kommen bei weitem nicht an die ähnlichen Glashäuser des „Princess of Wales Conservatory“ (POW) in London heran. Leider.
In der ruhigen Winterzeit kann ich noch ein paar Blogbeiträge ergänzen. Eine notwendige Speichererweiterung im November ruinierte den ganzen Blog. Gottlob konnte alles wieder instandgesetzt werden. Darum verspätet hier mein Ausritt von den schönen Gärten zur durchaus interessanten Welser Kuchenmesse
Auf der Fahrt nach Berlin machten wir einen Halt in Erfurt. Ich wollte unbedingt das 2023 eröffnete Danakil-Tropenhaus besichtigen. Es ist zweigeteilt, 1.250m²sind für Wüstenpflanzen reserviert und 820m² für Dschungel, also gesamt 2.070m². Gewaltig.
Es wurde anlässlich der Bundesgartenschau 2023 errichtet. Der Ega-Park selbst wurde bereits 1961 als Internationale Gartenschau in der DDR eröffnet. Erfurt war damals Zentrum des Gartenbaus, der Pflanzenzüchtung und Samengewinnung („Erfurter Samen“).
Seit 2004 komme ich etwa zwei mal im Jahr bei der „Landgärtnerei“ Schützenhofer vorbei. Das liegt daran, dass daneben der Reifenhandel Spernbauer situiert ist und ich dort gerne die Autoreifen wechseln lasse (dort gibt es günstigere Preise als in der Stadt). Zudem 2005 errichtete ich einen Schaugarten bei der Landesgartenschau Bad Hall und Frau Schützenhofer (senior) zog mir jene Pflanzen heran, für die ich nur Saatgut auftreiben konnte.
Diesmal ging es nicht ums Reifenwechseln, sondern weil ich beim letzten Besuch über die erwerbbare Kräutervielfalt erstaunt war und um den Schaugarten.
2021 übernahm Sohn David den Betrieb von seinen Eltern und baute ihn zusammen mit seiner Ehefrau kräftig aus.
Hinter den (neu errichteten) Verkaufshallen breiten sich jetzt üppige Gemüsefelder aus.
Das Geerntete wird im eigenen Hofladen angeboten.
Ein Folienhaus voll mit unterschiedlichsten Tomaten…
Ein Folienhaus mit Paprikavielfalt und Chillies:
Die Schützenhofers setzen viel Kompost und „Effektive Mikroorganismen“ ein.
…und auch Versuchspflanzen (hier Gomphocarpus, Ballon-Seidenpflanze):
Interessanter (für mich) ist der Kräutergarten:
Etwa 2003 wurden mit dem EU-Leader-Projekt „Hofgärten Linz-Land“ EU-Gelder an Land gezogen. Soweit ich mich erinnere ging es um die „Entwicklung des ländlichen Raums“, wobei verschiedene Projekte gefördert wurden, beispielsweise Schwimmteiche oder Gartengestaltungen und Renovierungen bei Bauernhöfen, um den „Urlaub am Bauernhof“ in der Region zu entwickeln. Das Projekt war einerseits toll und innovativ, andrerseits umstritten und brachte Neider hervor (die Urlaubsdestinationen mit Schwimmteich am Bauernhof sind beispielsweise im Internet nicht (mehr) zu finden).
Eines dieser erfolgreichen Projekte war der Kräutergarten Schützenhofer.
Jetzt, nach rund 20 Jahren ist der Garten entsprechend eingewachsen
Soweit der „Alte Garten“ aus 2003.
Der Junior dürfte den Schaugarten noch erweitert haben. Oder ist der Schwimmteich (ca.15 x 20m) samt Saunahäuschen nur privat? Ich muss die Gärtnerei noch einmal besuchen, wenn die Chefitäten da sind.
Die hohe Kunst des Folieversteckens bei der Kapillarsperre am Rand muss auch noch erst gelernt werden. Nachträgliches Kaschieren wird wohl schwierig beim steilen Ufer.
Interessantes Detail: Die „Sandkiste“ für Juniors würde perfekt integriert und in die Landschaft eingebettet:
Der Schwimmteich wurde erhöht gebaut und von Wällen begrenzt (d.h. es war nicht so viel Aushub nötig, das Aushubmaterial blieb vor Ort und nebenbei würde so ein Ausguck geschaffen).
Hat der Erbauer das Buch von Julie Moir-Messervy gelesen? Diese amerikanische Gartendesignerin propagierte, man solle (in den mitunter riesigen amerikanischen Privatgärten) immer einen Ausguck schaffen. Reiche Leute wollen gerne ihre Ländereien überblicken. Ich erinnere mich da amüsant an einen sehr vermögenden Landwirt, der nördlich von Marchtrenk bei Wels eine etwa 800.000 Euro-Villa auf die Spitze eines extra ausgewählten Rundhügels bauen ließ und am Ende drauf kam, dass er im Wohnzimmer vor der riesigen Glasscheibe sitzend seinen großen Garten nicht sah (weil der auf der Böschung unter der Terrasse war). Also brauchte er noch etwas Geld, um den Hügel künstlich so zu erweitern, dass das Plateau oben größer wurde (und damit die Böschung unpflegbar steil)
Der Ausblick vom Teich im Garten Schützenhofer wurde sehr schön.
Ein Teil des Aushubs bildet einen Wall, der das Areal von der Gärtnerei abschottet.
Man sieht, der Garten wurde sehr dekorativ bepflanzt und gestaltet.
Hinter dem Saunahäuschen gibt es einen Bereich mit etwas exotischeren Pflanzen (Bananen, Canna, Strelitzie, Eucalyptus,…). Wird hier die Winterhärte getestet, oder alles im Herbst abgedeckt oder ins Glashaus geräumt?
Zwei Meter hohes Brandkraut (Phlomis) ist in unseren Breiten auch eher unüblich:
2023 besuchte ich die Nordrhein-Westfälische Landesgartenschau in Höxter an der Weser. Weil Höxter und das Gartenschaugelände eben an der Weser liegen, war selbiger Fluss auch „eingebunden“.
Die Kinder der Stadt bastelten Weserfische aus Altmaterialien.
5 Tage bevor diese Landesgartenschau (leider) schließt musste/durfte ich sie noch (am 30.9.) besuchen. Sie entpuppte sich als Schau mit sehr vielen kreativen Elemente und mit viel Phantasie.
Endlich kam ich in den „richtigen“ Botanischen Garten von Triest. Triest hat nämlich zwei „Orto Botanico“ und bei meinem ersten Besuch erwischte ich akkurat den Falschen. Der „Falsche“ musste nämlich dem Bau der Universität weichen und übrig blieb nur ein kläglicher Rest, ungepflegt und nur mehr Rastplatz für Studenten.
Der „Richtige“, der „Civico Orto Botanico“ liegt etwas versteckt oberhalb des Stadtzentrums, einige Meter über dem Meer. Ähnlich wie in Brünn ist der Eingang abseits von der Straße (beim „Historischen Eingang“).
Mein Rundgang beginnt links im „Formalen Garten“.
Der Botanische Garten wurde von Bartolommeo Biasoletto gegründet, Apotheker in Triest. Nach Abschluss seines Pharmazie-Studiums (1814 in Wien) verbrachte er, gemäß der italienischen Wikipedia, ein Jahr in meiner Heimatstadt Wels!
Ich fand mehrere Arten von Salbei, einen blau blühenden Großstrauch, einen Rotblühenden uam. (in den Meriangärten in Basel gibt es eine schöne Salbeisammlung, daher erkannte ich sie auf Anhieb).
Der Schaugarten an einem Hang ist durch zahlreiche Treppen, Absätze und Stützmauern gegliedert und weist interessante Sitzplätze auf.
Die Pflanzen sind alle ausführlich beschrieben (was man ja heutzutage einfachst online übersetzen lassen kann).
Im Zentrum steht ein kleines ortstypisches Häuschen, wo Infomaterial erhältlich ist.
Interessant eine Kalksteinausstellung (weil rundum Karstgebirge ist) mit der Herleitung, in welchem Erdzeitalter welche Modifikation entstanden ist.
Es gibt auch hübsche Tunnel als Rankgerüste für Kletterpflanzen:
Für Kletterrosen oder hier für unterschiedliche Sorten von „Blauregen“:
Weil ich solche Sträucher schon in unserem Garten (neu gepflanzt) habe, freute ich mich besonders, hier ein größeres Exemplar mit reichem Fruchtansatz zu sehen:
Eine Erdbeerguave, die unreifen Früchte waren Mitte September maximal 2cm lang. Ob die noch wachsen und ausreifen?
Verkostbar waren reife Früchte eines „Azaroldorns“ (Crataegus acerolus), zwar nur etwa 2 cm dick, schmeckten aber wie süße Äpfel.
…und (Mitte September!) erste Kaki-Fallobstfrüchte.
Schön auch die Unterteilungen, mit denen unterschiedliche Pflanzen voneinander abgegrenzt wurden.
Senkrechte Baustahlstäbe mit Flechtweiden verflochten. Wer so was nachmachen will, Flechtmaterial bekommt man (im Winter) bei Weiden Freitag in Freising, Deutschland.
Hier wurde Buchs frisch gesetzt!! Sofern die Schädlinge (Buchszünsler und Schadpilze) bekämpft werden, könnten hier wieder fein duftende (und Mücken vertreibende) Buchshecken heranwachsen.
Da kann man getrost ignorieren, dass nicht alle Gartenteile perfekt gepflegt sind.
Ausserdem werden die Wege und Mauern gerade restauriert.
Der Botanische Garten Triest ist ein „schnuckeliges Kleinod“ und war den Umweg (auf der Fahrt nach Kroatien) wert.
Der Botanische Garten Triest bietet aber auch eine deutschsprachige Website an.
Die Zugfahrt von München dauerte etwas länger als vorgesehen. Weil ich den letzen Anschlusszug nach Wels nicht mehr erreichte zahlte mir die ÖBB eine Übernachtung in Salzburg. Ich nahm das erstbeste Hotel neben dem Bahnhof, fiel todmüde samt Gewand aufs Bett und schlief erst mal bis zwei Uhr früh. Das Herumtippeln in Freising und München hat mich ziemlich schlapp gemacht. Den „Zwangsaufenthalt“ nutzte ich natürlich um Salzburg zu erforschen
In Weihenstephan, ein paar Kilometer nördlich von München, gibt es nicht nur die berühmte Brauerei (die das „Weihenstephaner“ braut), sondern auch eine Fach-und Hochschule für Gartenbau. Diese betreibt Schaugärten, die „Weihenstephaner Gärten“, unter anderem auch einen „Sichtungsgarten“ in dem neue Blumenzüchtungen auf ihre Tauglichkeit in der Praxis (also ausgepflanzt) geprüft werden.
Mein (vor)letzter Besuch in einem schnuckeligen Haus mit schnuckeligem Garten in Schluderns (demnächst ziehen die Bewohner in eine kleinere barrierefreie Wohnung).
Von meinem Erstbesuch der Landesgartenschau in Schärding war vom Schauareal nur noch der Schlossgarten von mir unbesichtigt. Wegen Regens waren dort frühzeitig die Kartenabreißer:innen* selbst „abgerissen“. Und der Schlosspark wurde deshalb eine Stunde früher geschlossen. Damals ließ ich mir das extra bestätigen (bezahlt ist bezahlt), damit ich später noch in den Schlosspark darf.
Nebenbei wollte ich noch Restblüten des Phlox und aktuelle Blüten in der Staudengärtnerei Sarastro besichtigen.
Viel ist nicht mehr übrig vom „Botanischen Garten Bamberg“. Er wäre im Plan links oben. Die Geschichte dazu kann man auf der Website zum Bürgerpark nachlesen (Link weiter unten). Das sind die Reste:
Eine Einladung zu einer Bayerischen Bier-gartenwanderung soll man nicht abschlagen. In der Region Oberfranken hat wohl jedes Dorf mindestens eine Brauerei und man wandert dabei von Dorf zu Dorf oder jetzt im Juli von Biergarten zu Biergarten und verkostet eifrig das edle Gesöff. Ich, unverbesserlicher Gartenexzentriker, nahm mir dabei die Zeit, etliche Vorgartengestaltungen unter die gestrenge Lupe zu nehmen.
Man sieht, das Bier ist dort allgegenwärtig und sozusagen landschaftsprägend.
In Würzburg war 1990 und 2018 Landesgartenschau. Was von der Schau 1990 erhalten blieb kann sich durchaus sehen lassen. „Ganz großes Kino“, was Gartengestaltung angeht. Bitte eintreten, die Vorstellung beginnt gleich:
Erst Ende Juli pilgerte ich zur heimischen Landesgartenschau. Die übliche Pracht der Tulpen und Stiefmütterchen des Frühlings habe ich leider versäumt. Dafür fand ich eine Pracht an Sommerblumen und interessante Themengärten.
Seit frühester Kindheit bin ich ein Dschungelfan. Darum lasse ich auf meinen Reisen auch kein Tropenhaus aus (Eden Project, Wisley, Zoo Basel, Zoo Stuttgart, Zoo Karlsruhe, Wien, Linz,…).
Besonders angetan haben es mir Gartendschungel. Etwa die Gunneraplantage der Trebah-Gardens:
, FC : (0,0,0)
Oder dieser Dschungelgarten:
Was in einem Dschungelgarten nicht fehlen darf ist eine Paulownienhecke.
Im Juni (2025) war ich wieder einmal reif für die Insel. Nicht England, sondern diesmal die Insel Susak mit dem einzigen Ort „Susak“, westlich der kroatischen Insel Lošinj. Man kann mit dem „Postschiff“ hinfahren. Diese Fähre für Passagiere mit viiiel Gepäck…
…und Platz für maximal 2 Autos oder nötiges Baumaterial benötigt mehr als 3 Stunden, weil am Weg dorthin noch alle möglichen kleineren Inseln angefahren werden.