Kategorie: ZZZ-unfertig, da fehlt was im Beitrag!

  • Mittwoch 29.Mai, Trengwainton Garden (9), Bonython Estate Gardens (10), Trelissick Garden (11): – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Morgenstund hat Gold im Mund. War eine Stunde im Krankenhaus wegen juckender  Bläschen am Finger, die sich vermehrten. Nix Ansteckendes. Wahrscheinlich wieder einmal Phyto-Photo-Dermatitis von Bärenklau. Warum muss er denn immer alles angreifen?!?

    Erster Garten des Tages Trengwainton. Berühmt für Gärten hinter hohen Mauern und in schrägen Beeten. Kinder und Erwachsene sollen (abgefallene?) Blüten auf ein Steckerl stecken, das dann zum Schmücken dient. Nette Idee.

    Rhododendren gibt’s in vielen Farben und Größen.

    Aber die Blütenpracht bedeckt bald den Boden.

    Feucht genug dürfte es dort sein.

    Die Gärten hinter den Mauern zeigen noch nichts spektakuläres. Vielleicht im Sommer? Bin enttäuscht. Typischer National Trust Garten. „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ (siehe https://www.wienerzeitung.at/h/irrwege-einer-metapher ). Der National Trust konserviert alte Gärten, betet aber dabei vielerorts die Asche an. Alte Gärten werden weitergeführt und es kommt kaum Neues an Gestaltung dazu. Die meisten Schaugärten des National Trust bekamen von mir das Prädikat ‚Na ja‘, für mich  National Frust.

    Bonython Estate Garden. SSW Im Abseits am Land. Der „Mower“ kassiert 12€, gibt keine Karte her. Ein wunderschöner „Walled Garden“ und ein beschaulicher Teich, wo viele Vögel singen.

    Im ‚Walled Garden‘ schön gezogene Obstspaliere und mit Steinen eingefasste Sockelbeete, für Blumen, Kräuter und Gemüse.

    (wird noch fortgesetzt).

    Mein Hauptproblem ist, dass ich gerne auf (Camping)Plätzen am Land übernachte und es dort Null Internet gibt. Das Navi findet zwar hin, teilt aber nicht mit, dass es keinen Kontakt mehr hat. Ohne Netz kein Hochladen.

    Sodala. Frühmorgens, 4 Stunden bis der erste Garten aufsperrt, Fahrt in den nächsten größeren Ort, St. Austel (gesprochen “ se-int Ostl”), super Internetempfang.

    Weiter im Bonython Estate Garden:

    Nettes Gewächshaus mit Verkaufspflanzen

    Eintritt in den Ruhegarten mit Seerosenteich.

    Wie so oft in englischen Gärten eine Ruhebank, um den Garten zu genießen:

    ( Wachsglocke, Kirengéshoma)

    Ein paar Hausgärten in „The Lizard“, dem südlichsten Ort Englands

    Trelissick Garden (11) . National Trust. Ein typischer Landschaftsgarten oder -park.

    Nett zum Spazierengehen. Traumhaft schöne Ausblicke aufs Meer.

    Villa mit besonderem Meerblick.

    Im Vordergrund ein typischer „ha-ha“ (gesprochen „hä-hä“, ä-ä gestöhnt). Ein für Betrachter möglichst unsichtbarer Graben mit Mauer (auf der „Gartenseite“. Er hat Weidevieh abgehalten, in den Garten einzudringen. Geht nicht, hehe.

    [Nachtrag: Eine Gärtnerin in England hat mir erklärt, dass man den Graben doch „ha-ha“ ausspricht. Das ä-ä gilt daher eher mir]

    Vermutlich „Abutilon“.

    Wasserturm:

    Caerhays Castle (Garden)

    Der Garten ist sich zeitlich nicht mehr ausgegangen, nur ein Rhododendron und eine schnelle Schlossbesichtigung bis zur netten Aufforderung „You had to leave, NOW“

    4 Gärten an einem Tag geschafft, weil Heligan donnerstags schon um 06:30 aufsperrt. Ich war der Erste bei der Kassa.

  • Samstag 25.Mai Coleton Fishacre Garden (4) – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Aufstehen um 07:00. Der Garten öffnet erst um 10:30. Kleine Küstenwanderung zur vom Parkplatz sichtbaren  Kirchturmspitze, die sich in der Nähe als Landmark für Seefahrer, 1864 errichtet, entpuppt.

    Ich fahre ich dann doch zum Garten (etwa 08:30) ins nächste Funkloch hinein. Ich bin der Erste heute hier. Bis 10:30 tippe ich wieder beim Blog (kann ihn aber nicht hochladen) und der Parkplatz füllt sich mit mehr als 30 Autos. Wieviele werden noch  kommen über die enge Zufahrt? Bis Mittag rund 50 Besucherautos.

    Der subtropische Garten von Coleton Fishacre hat mich nicht vom Hocker geworfen. Dafür habe ich schon zu viele Gärten gesehen. Ist eher Konservierung des Alten und Anbetung der Asche. Es scheint nicht viel hinzugekommen zu sein eher weggekommen durch einen Schädling.

    Später muss ich noch Bilder nachtragen. Muss das Handy beim Fahren noch mehr aufladen.

  • Warum und wieso und warum so und überhaupt? – Warum „Nacht und Tagebuch“ eines Gartenexzentrikers?

    Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers. He, da fehlt ein Bindestrich nach der „Nacht“. Nein, da fehlt nichts! Es geht hier nicht um ein Nachtbuch, sondern um ein Tagebuch, das ich Nachtmensch eher in der Nacht schreibe. Es geht um selbige Nacht und das dabei entstehende Tagebuch.

    Ich war immer schon etwas „außerhalb des Mainstreams“, musste aber 65 Jahre alt werden, um selbstkritisch die Erkenntnis zu erlangen, dass ich wohl ein Exzentriker bin.

    Bitte was macht einen zum Exzentriker?

    Der Neuropsychologe David Joseph Weeks befasste sich (laut Eigendarstellung) wohl als Erster wissenschaftlich mit den Extremabweichlern von der Norm der Mitte, also mit uns  Exzentrikern. In Weeks Buch und wissenschaftlicher Arbeit „Exzentriker – über das Vergnügen, anders zu sein“ (deutsche Ausgabe im Rowohlt Verlag, Reinbek, 1997) definierte er 15 Charakteristika, die auf fast alle Exzentriker zutreffen:

    unangepasst | kreativ | stark durch Neugier motiviert | idealistisch, mit dem Anspruch, die Welt zu verbessern und die Menschen in ihr glücklicher zu machen | betreibt ein oder mehrere Steckenpferde | ist sich von klein auf des Andersseins bewußt | intelligent | eigensinnig und freimütig überzeugt, selbst richtig zu liegen und dass der Rest der Welt aus dem Tritt geraten ist | ohne Konkurrenzstreben, ohne Verlangen nach Anerkennung oder Bestätigung durch die Gesellschaft | ungewöhnliche Eßgewohnheiten und Lebensführung | nicht sonderlich interessiert an den Ansichten oder der Gesellschaft anderer, ausgenommen zu dem Zweck, diese vom eigenen – richtigen – Standpunkt zu überzeugen | ausgestattet mit einem schelmischen Sinn für Humor | alleinstehend | gewöhnlich das älteste oder einzige Kind und | fehlerhafte Rechtschreibung.

    Auf alle Fälle nonkonformistisch. Bei mehr als der Hälfte der Charakteristika habe ich mich wiedergefunden, aber nicht bei allen. So völlig aus dem Rahmen scheine ich nicht gefallen zu sein. Ich hatte das Glück in/mit einem Garten aufzuwachsen. Ein Garten der heute nicht so aussieht wie die Gärten der Nachbarn, mit einem Zaun, der heute nicht so geschniegelt ist wie die Zäune rundherum und mit einem Gärtner darin, der überzeugt ist, damit richtig zu liegen.

    Nach meiner Auffassung müsste es beim Kreis der Bevölkerung neben den Exzentrikern an der Außenseite (als Außenseiter sozusagen) auch „Zentriker“ geben, also „ganz Mittige“. Als Gausskurve gezeichnet beherbergt der dicke Bauch der Normalverteilungskurve den Mainstream, die Bevölkerungsmehrheit.

    Damit ich nicht als Unbekannter daherkomme: Ich heiße Günther Ecker, trete manchmal mit den Vornamenkürzeln Günther C.M. Ecker oder mit meinem Titel Ing. Günther Ecker in fast zwei Meter große Erscheinung und war/bin mit frühkindlichem (!) Asperger-Syndrom und Inselbegabung ausgerüstet. Selbige war und ist, mehr oder minder unnützes Wissen in mich aufzusaugen und bei Gelegenheit wiederzugeben, diese genügte nicht für ein Studium oder eine Akademikerlaufbahn, aber brachte mir mehr als 8 unterschiedliche Berufe ein (Laborchemiker, Chemietechniker, Umweltreferent, Abfallberater, PR-Berater, Politiker, Schubhäftlingsbetreuer, Pflanzenhändler, Redakteur). Zuletzt bis zur Pension war ich mehr als 10 Jahre lang Gartengestalter als Einzelunternehmer „Erlebnisgärten Ecker“. Dafür lernte ich aus rund 10 Regalmetern an Gartenbüchern (die ich nunmehr zum Großteil zwei Fachbibliotheken gespendet habe), darum kann mir auch auf diesen Gebieten  keiner ein X für ein U vormachen. Gerne konzipierte ich solche  „Erlebnisgärten“ im Raum Oberösterreich.

    Seit 35 Jahren bin ich mit Irene verheiratet und noch länger zusammen und wir haben zwei wunderbare erwachsene Töchter mit Musikberufen. Daneben interessiere ich mich für Politik, Verkehrsplanung, Moderne Kunst, Jazzgesang, Bauchreden, unseren Garten, Stadtseilbahnen, und und und. Gelegentlich taucht eine satirische Ader auf obwohl mir auch nachgesagt wird, an mir wäre ein Jurist verloren gegangen. Schlimmer noch der Vorwurf, dass ich ein „lebendes Lexikon“ wäre. Zum Glü+ck für meine Mitmenschen beteilige ich mich nicht so gerne an Smalltalkrunden.

    Auch Fotografieren ist eines meiner „Steckenpferde“, mit oft künstlerischen Bildkompositionen, um daraus Vorträge zu basteln. Früher für  Diavorträge, „Neue Ideen für die Gartengestaltung“ zum Beispiel und jetzt hier im Blog.