Kategorie: Gärten in England

  • Montag 27.Mai „Pinetum Gardens“ – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Nach der „Eden Project Enttäuschung“ wieder in einen Schaugarten, etliche Hektar groß. Unterteilt in verschiedene Gartenteile, Ruhegarten, Japanischer Grten, Wintergarten, u. a.m. Die Gärten faszinieren durch die Gestaltung und Pflanzenwahl, durch Blattkontraste und -farben. Spitze Blätter neben runden Blättern, alle möglichen Blattfarben, knallgelbes neben zartgrün, panaschierte (=gefleckte) Blätter,feinste Farbnuancen. Alles wunderbar kombiniert und in Szene gesetzt. Man kann sich gar nicht sattsehen.

    Wer glaubt, die Blüten von weißen Wisteria duften nicht, sollte einmal zu dieser Brücke gehen. Schon von weitem dringt der sinnliche Duft in die Nase, noch bevor der träumerische Anblick das Auge becirct.

    Das „Pinetum“, eine Baumsammlung ausschließlich mit Nadelbäumen:

    Nadelbäume haben weibliche Blüten (aus denen später die Zapfen werden) und mehr männliche Blüten (die den Pollen an den Wind übergeben).

    Einige Eichen am Grundstück haben ein hohes Alter und einem wunderschönen Wuchs.

    Der „Wintergarten“. Kein Glashaus, hier gibt es die auffallendsten Kombinationen wintergrüner Gehölze.

    Auch der japanische Garten ist traumhaft schön. Gerade ca   30*30 m groß und alles drin, was einen japanischen Garten ausmacht, von der Bambusrohrquelle (ohne Wildtierscheuche, nur ruhiges Plätschern) bis zu den einzeln gesetzten Wegsteinen (um den Gang zu entschleunigen) oder der Symbolik.

    Ausruhen im Landschaftsgarten.

    Oder unten am Teich.

    Noch Zeit für eine Fahrt (via Truro) zum pittoresken Caerhays Castle.

    …aber da weht ein gar zu heftiger seeehr feuchter Wind, ich fahre weiter zu „Enys Garden“:

  • Samstag 25.Mai Coleton Fishacre Garden (4) – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Aufstehen um 07:00. Der Garten öffnet erst um 10:30. Kleine Küstenwanderung zur vom Parkplatz sichtbaren  Kirchturmspitze, die sich in der Nähe als Landmark für Seefahrer, 1864 errichtet, entpuppt.

    Ich fahre ich dann doch zum Garten (etwa 08:30) ins nächste Funkloch hinein. Ich bin der Erste heute hier. Bis 10:30 tippe ich wieder beim Blog (kann ihn aber nicht hochladen) und der Parkplatz füllt sich mit mehr als 30 Autos. Wieviele werden noch  kommen über die enge Zufahrt? Bis Mittag rund 50 Besucherautos.

    Der subtropische Garten von Coleton Fishacre hat mich nicht vom Hocker geworfen. Dafür habe ich schon zu viele Gärten gesehen. Ist eher Konservierung des Alten und Anbetung der Asche. Es scheint nicht viel hinzugekommen zu sein eher weggekommen durch einen Schädling.

    Später muss ich noch Bilder nachtragen. Muss das Handy beim Fahren noch mehr aufladen.

  • Donnerstag 23. Mai, der erste Schaugarten (1) „The West Green House“ – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Ich konnte mein Reisemobil abholen, einen VW Caddy mit Liegefläche hinten, für Über-nachtungen außerhalb von Bed & Brekfast. Bereits vorhandene Lackschäden, die ich nicht zahlen will, habe ich fotografisch dokumentiert. Mailverkehr mit dem Autovermieter und Provianteinkauf dauerten dann doch länger. Erste Zieleingabe: Eden Project, 4 Fahrstunden entfernt. Aber schon bald bekam ich Lust auf eine Gartenbesichtigung. Mit der App der Royal Horticultural Society (RHS) fand ich einen nahen Schaugarten:

    (1) „The West Green House“: Ein schöner aufwendiger Obst-, Gemüse- und Blumengarten mit vielen, herrlich duftenden Buchshecken und Buchsfiguren.

    In Volieren sind Ribisel (Johannisbeeren) und Erdbeeren gepflanzt. Sie sind wohl eingesperrt, damit sie nicht klammheimlich ausreissen. In die Münder der BesucherInnen.

    Das im Vordergrund sind übrigens Obstbäume, schön und langwierig zu kniehohen Hecken waagrecht gezogen. Edelste Gartenkultur.

    Das Bild machte ich, als ich im gegenüberliegenden Pavillon auf der ebenfalls roten Bank saß.

    Für LiebhaberInnen blauer Bänke:

    Reizende Cannas, die Sorte hätte ich auch gerne. Weiß jemand den Sortennamen?

    Übernachtung dann in Swindon

    Neubauviertel, da werden fleissig eigenwillige Häuser (ohne Garten) gebaut.

    (finde den Vogel im vorletzen Bild!)

  • Nachtrag zu Mittwoch,22.Mai, Ankunft in England: – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Bin relativ problemlos in England angekommen. Aber stell dir vor, du fährst (im Bus) vom Flughafen weg, schaltest das Handy wieder aus dem Flugmodus und nichts geht. Null. Du kannst niemand anrufen oder kontaktieren, dass es später wird. Bietet am Ende mein Provider keine Versorgung in diesem Nicht-EU-Land? Ein Mitreisender empfiehlt mir eine Prepaid-SIM-Karte im nächsten Geschäft zu kaufen, „only ten pounds“. Dann geht es doch und auch wieder nicht. Hier gibt es anscheinend  mehr Funklöcher als ein Emmentaler Käselöcher hat. Telefonieren oder Internetten, Chatten und Bloggen ist hier nicht überall möglich. Wo bitte bin ich hier gelandet?

    Übernachtung bei Freunden nahe Horsley. Zu Pferd eine Halbtagsreise vom Londoner Stadtzentrum entfernt, darum wurde hier geruht und wurden die Pferde gefüttert. Darum Horsley. Sir Walter Raleighs Kopf ruht auch hier, schon erheblich länger als meiner ruhte, aber der prominenteste Gast oder Bewohner von Horsley war Heinrich der Achte samt seinen sechs Gattinnen. Ein Griss um ihn hier wie in Salzburg um Mozart.

    Habe die ersten Gartenpflanzen erkundet. Wintermahonien wachsen hier fünf Meter  hoch und Johanniskraut (das mit den roten Beeren) gut einmeterfünfzig. Ausbeute an Gestaltungen wenig. Dafür mehr Bildkompositionen und alle schlechten Bilder habe ich (anders als früher) sofort gelöscht.

    Im Programm der Handykamera fand ich, dass man eine „Signatur“ jedem Bild beifügen kann. Ganz praktisch, jedes Bild kennzeichnen zu können. Aber unpraktisch, weil die Signatur bei Bildausschnitten halb oder ganz weggeschnitten wird und auch unguter Teil der Bildaussage wird. Also ab morgen wieder ohne Signatur.

  • Nachtrag zu Dienstag 21.Mai: Der Holunder steht in Österreich und England in voller Blüte – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    ..darum MUSSTE ich 3 Tage vor dem Abflug noch unbedingt Hollerblütensirup ansetzen. Gezählte 240 Dolden habe ich zu 9 Liter Sirup verflüssigt. Der Vorrat muss bis zur Hollerblüte 2025 reichen (reines Wasser trinken ist mir zu fade und mein Körper, Eingeweide, Muskeln, Gehirn und Schwachheit „verlangen“ deshalb Zucker). Angesetzt nach meinem jahrelang erprobten Rezept.
    https://de.wikibooks.org/wiki/Kochbuch/_Holunderbl%C3%BCtensirup