Kategorie: Subtropische Gärten

  • Donnerstag 30. Mai: The Lost Gardens of Heligan (12), Trewithen Garden (13), Hidden Valley Garden (14), Tregrehan Garden (15) – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Jeden Donnerstag im Sommer sperrt „Lost Gardens of Heligan“ schon um 06:30 auf, damit BesucherInnen und FotografInnen das Morgenlicht nutzen können (und besucherfreie Bilder fotografieren können). Natürlich habe ich die Gunst der frühen Stunde genutzt.

    Der Gemüsegarten besteht aus öden zweckmäßigen Reihen, der Blumengarten zeigt auch zuwenig. Bei den Lost Gardens of Heligan ist viel Verkaufsschmäh und Marketing dahinter. Das Geheimnisvolle (”Lost Valley“), der „Dschungelpfad“ und der Abenteuerspielplatz sind die Highlights:

    Weiter zu Trewithen Garden.

    Für manches bin ich zu spät gekommen.

    Schaut man sich das Kunstwerk von hinten an, entdeckt man wieder einen „ha-ha“.

    Ab in den „walled garden“:

    Die runden Wälle kenne ich aus einem Buch. Sie sind originell aber schlecht zu mähen.

    Hidden Valley Garden (14):

    Der Garten liegt wirklich versteckt und ist ni es de frcht leicht zu finden. Wegen des geringen Alters sind die Bäume noch klein und er wirkt freier und offener.

    Das Gartencafé. Self service. Man darf/soll auch abwaschen.

    Tregrehan Garden (15):

    Wieder ein mit Klinkermauern eingefasster Walled Garten:

    Ist halt ein anderes Klima als bei uns (in Oberösterreich).

    Ich weiß nicht, ob das eine rosa Deutzie oder eine Raphiolepsis indica ist (die ich in einem englischen Gartencenter stehen sah:

    Auf diesen Blauen Natternkopf wären sie auch in Madeira stolz:

    …wie auf diesen Mallotus japonicus, der hier als „Champion Tree“ (ältestes oder schönstes Exemplar in England) ausgezeichnet wurde.

    …über und über mit Flechten bewachsen.

    Blauer „Scheinmohn“. Habe ich vor kurzem in unseren Garten gesetzt. Werden wir sehen, ob er gedeiht …

    Da passt das Johanniskraut (Zuchtauslese) farblich komplementär gut dazu.

    Solche Orchideen-Primeln sieht man selten, auch hier in England:

    Die Herrschaft hat(te) auch hier einen schönen Ausblick:

    Passend:

  • Dienstag 28.Mai, Trebah Garden (7) und Glendurgan Garden (8) – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Trebah Garden ist ein „must have seen“ das denken sich wohl auch die Benutzer der viielen Autos, die vor mir schon da sind.

    Ein Trogtal zieht sich zur Küste hinunter und erlaubt diesen wirklich sehenswerten „Schluchtgarten“. Oben thront eine Villa, von der der Besitzer sein Refugium überschauen konnte. Unten ist eine geschichtsträchtige geschützte Bucht und die Mündung des Helford River, von der aus im Zweiten Weltkrieg die Invasion Frankreichs (am „Omaha-Beach“) gestartet wurde.

    Der Golfstrom erlaubt (sub)tropische Gewächse, Riesenbambus, Riesenrharbarber (Gunnera manicata), Baumfarne und Palmen, die Feuchte lässt Rhododendren sonder Zahl und Bananenstauden gedeihen.

    Feiner Nieselregen und dampfende Feuchte wechseln sich ab. Regenschirm öffnen, schließen, öffnen,… InsiderInnen gehen hier mit Regenmantel, ich leider nicht, der liegt gut im Auto. Die Feuchte beschlägt auch die Objektive, auch am Handy.

    Ein Highlight des Gartens ist der „Riesenrharbarber“ im Mittelteil des Gartens.

    Jetzt gerade 3 Meter hoch, im Sommer wird er bis zu 5 Meter hoch wachsen. Und man darf ihn nicht nur aus der Ferne bewundern. Man ist mittendrin in diesem grünen Dschungel. Richtig beeindruckend.

    Der untere Teil des Gartens ist mit Hortensien bepflanzt, die erst im Sommer oder schon demnächst blühen werden.

    Unten wurden mediterrane Pflanzen rund um den Teich gesetzt. Hinreissend ist der Blick nach oben durch das grüne Tal zur Villa.

    Im oberen Teil umfassen Bambus, Rhododendren und Baumfarne einen Bach, der von Blüten umsäumt ist und wo der Weg sich stark schlängelt.

    Dann kommt man wieder oben an, bei der netten Villa mit Spezialterrasse (weil durchaus unüblich, runde Riesensteine sie abgrenzen). Hübsch. Hätt ich auch gerne da gewohnt und Martinis geschlürft.

    Der Ausblick ist wirklich grandios.

    Zuletzt wird man noch mit einem „Court Garden“ verwöhnt, den ich mit „arrangierter Garten“ übersetzen würde (angeleht an „courtship“, siehe englische Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Courtship ).

    Der Glendurgan Garden liegt gleich daneben, im Nachbartal, nur durch einen Bergrücken getrennt  Er wurde 1820 vom selben Besitzer angelegt (aber anders als Trebah nicht weiterverkauft).

    Kleiner, überschaubarer, nicht so üppig bepflanzt, schneller durchwanderbar.

    Schnell ist man am Kiesstrand, der dort etwa 10 kleine Häuser beherbergt. Alte Fischerhäuser?

    DAS Highlight des Gartens ist ein Labyrinth, Kirschlorbeerhecken, hübsch rund geschnitten.

    Ich Zweimetermann hätte locker darüberhinweggesehen, was mir wohl nicht viel geholfen hätte (ich nahm mir nicht die Zeit mich zu verirren, ich wollte eher wieder irgendwie trocken werden).

    Schlussendlich steuerte ich noch eine Farm Camp Site zum Übernachten an (ein Bed & Breakfast-Zimmer konnte ich nicht auftreiben. Alles ausgebucht).

    Seeehr „rural“, mit 2 Kompostklos und 2 Warmwasserduschen, aber ohne Waschmuschel. Wäschewaschen im Stehen unter der „Urwalddusche“. Abenteuerlich.

    Im grauen Morgengrauen erst im Unterholz entdeckt, der Waschplatz mit fließendem Kaltwasser:

  • Samstag 25.Mai Coleton Fishacre Garden (4) – Nacht und Tagebuch eines Gartenexzentrikers

    Aufstehen um 07:00. Der Garten öffnet erst um 10:30. Kleine Küstenwanderung zur vom Parkplatz sichtbaren  Kirchturmspitze, die sich in der Nähe als Landmark für Seefahrer, 1864 errichtet, entpuppt.

    Ich fahre ich dann doch zum Garten (etwa 08:30) ins nächste Funkloch hinein. Ich bin der Erste heute hier. Bis 10:30 tippe ich wieder beim Blog (kann ihn aber nicht hochladen) und der Parkplatz füllt sich mit mehr als 30 Autos. Wieviele werden noch  kommen über die enge Zufahrt? Bis Mittag rund 50 Besucherautos.

    Der subtropische Garten von Coleton Fishacre hat mich nicht vom Hocker geworfen. Dafür habe ich schon zu viele Gärten gesehen. Ist eher Konservierung des Alten und Anbetung der Asche. Es scheint nicht viel hinzugekommen zu sein eher weggekommen durch einen Schädling.

    Später muss ich noch Bilder nachtragen. Muss das Handy beim Fahren noch mehr aufladen.